Aktuelles
Unternehmen
Informationen
Produkte
Support
Dienstleistungen
Kontakt
subtitle//title Umwelt
 

Umwelt


Ade Blei & Co. – RoHS in ihrer Umsetzung

Am 01.07. ist es soweit – die „Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe“ (kurz RoHS) verbietet ab diesem Zeitpunkt die In-Verkehr-Bringung von elektrischen und elektronischen Geräten, deren einzelne Bestandteile (so genannte „homogene Stoffe“) Blei, Quecksilber, sechswertiges Chrom und Cadmium sowie polybromierte Biphenyle bzw. Diphenyläther enthalten.

 

Wir melden: „Land in Sicht! Kurs RoHS! Volle Fahrt voraus!“.

 

Unserer Bemühungen um die RoHS-Konformität fußen auf den beiden Säulen Produktionstechnik und Bauteilprüfung. Erst genanntes umfasst alle Maßnahmen um die Konformitätssicherung bei der Veredelung und Zusammenführung der einzelnen Bauteile zu einem Endprodukt. Zweit genanntes Maßnahmenbündel dient zur Gewährleistung der Konformität der zugekauften Bauteile.

 

Bei der Produktionstechnik steht das bleifreie Löten im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Bei diesem Arbeitsgang werden die einzelnen Bauteile unter Verwendung von Lötpaste in einem Schmelzvorgang mit einer Platine verbunden. Das Löten mit bleifreier Paste erfolgt jedoch bei einer vergleichsweise höheren Temperatur. Wie nun aber ausreichend Wärme während des Lötvorgangs zuführen und gleichzeitig die Bauteile und Leiterplatten schonen? Wie soll zudem eine Oxidation des Lötgutes verhindert werden? Wir haben uns diese Fragen über das Dampfphasenlötverfahren beantwortet. Die Wärmeübertragung erfolgt über eine chemisch inerte Flüssigkeit, die bei 230 °C zum Sieden gebracht wird. Der eigentliche Lötvorgang erfolgt nun durch das Eintauchen des Lötgutes in die gesättigte und sauerstofffreie Dampfschicht über der siedenden Flüssigkeit. Sobald das Lötgut in die Dampfzone eingeführt ist, bildet sich Kondensat, das die Lötpaste erhitzt. Da die Temperatur während des gesamten Lötvorgangs nicht über den Siedepunkt der Flüssigkeit ansteigen kann, ist eine Beschädigung der Bauteile ausgeschlossen, zugleich jedoch eine gleichmäßige Lötgüte gewährleistet. Auch eine Oxidation ist nicht möglich. Da nur sehr wenig Flussmitteldämpfe entstehen, ist dieses Verfahren zudem sehr umweltfreundlich. Im Zuge der Erneuerung der Produktionstechnologie wurden zudem ein Trockenschrank zur Trockenhaltung und Entfeuchtung von elektrischen Bauteilen sowie ein Schablonendrucker zum präziseren Aufbringen der Lötpaste angeschafft.

 

Neben der Gewährleistung der RoHS-Konformität bei eigenen Arbeitsschritten bedarf es zudem eines Bauteilchecks. Sämtliche Bauteile, die bei der Herstellung unserer Produkte Verwendung finden, werden hinsichtlich ihrer Konformität überprüft. Hierzu wurde ein detailliertes Prüfschema entwickelt. Auf Gerätebasis wird dabei ausnahmslos die stoffliche Zusammensetzung jedes Bauteil beim Hersteller angefragt. Nicht-konforme Komponenten werde sukzessive ausgesondert. Dieses Gerätemanagement erlaubt uns einen ständigen Überblick über die Fortschritte auf dem Weg zum RoHS-konformen Gerät.

 

Damit sind die beiden Prüffelder „Produktion“ und „Zukauf“ hinsichtlich der RoHS-Konformität weitreichend und systematisch abgedeckt. Am 30. Juni heißt es diesbezüglich dann bei uns „Klarschiff“ – wir sind nicht nur konform, sondern habe die Gelegenheit gleichzeitig zu weiteren Verbesserungen genutzt.

 aitronic HOME | Sitemap | Impressum | AGB | Kontakt