Die RFID-Technologie steht heute für ein „erhöhtes Anwendungsspektrum zu sinkenden Preisen“ – morgen für einen Standard!

Diese Technologie besitzt gegenüber dem häufig verwendeten Barcode zwei bedeutende Vorteile. Zum einen bedarf es für die Datenerfassung keinerlei optischer Elemente. Störungen des Arbeitsablaufes, bsw. durch Verkratzen oder Verschmutzen eines optischen Bestandteils (Strichcode oder Scannerscheibe) können ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist die Anbringung von optisch lesbaren Labels häufig unpraktikabel oder sogar unmöglich.
Der zweite große Vorteil liegt in der Flexibilität des lokalen, objektgebundenen Datenmanagements. Die direkt am Objekt gespeicherten Datenbestände können nach Belieben nicht nur ausgelesen, sondern auch modifiziert werden.
Ein weiterer Vorteil ist in der nahezu 100%-ige Erstleserate zu sehen, wobei synchron mehrere RFID-Datenträger erfasst werden können. Hierdurch lassen sich Arbeitsprozesse beschleunigen oder sogar automatisieren sowie Fehllesungen vermeiden.

Gegenüber dem herkömmlichen Barcode ist der Einsatz von RFID-Technologie jedoch auch mit höheren Preisen verbunden. Aus diesem Grund kann nicht grundsätzlich von einem Substitut für den Barcode gesprochen werden. Der Anwender erkauft sich mit dem Mehrpreis ein erhöhtes Anwendungsspektrum. Der Einsatz lohnt sich somit nur, wenn dieses Spektrum auch wirklich den Nutzen bringt, der die Kosten rechtfertigt. So lohnt sich die Etikettierung z. B. eines Schokoriegels mit einem RFID-Label nicht. Dem gegenüber kann die Ausstattung von Gegenständen des Inventars äußerst rentabel sein. Die Kosten der RFID-Technologie sind in den letzten Jahren jedoch wesentlich gesunken, so dass deren Einsatz bei der Erfassung von Objekten geringeren Wertes immer attraktiver wird.
Durch den umfassenden Einsatz von RFID-Tags kann die zu verwaltende Datenmenge sehr groß werden. Sehr große Datenmengen, wie sie eine LKW-Ladung mit bspw. 35.000 gekennzeichneten Objekten mit sich bringen würde, können unter Umständen problematisch sein und sich als Engpass dieser Technologie herausstellen.
Da diese Technologie auf Induktion beruht, sind zudem Störungen z.B. durch Eisenteile nicht auszuschließen.