Auf die Datenerfassung über Funk, die so genannte RFID-Technologie, wurde bereits im 2. Weltkrieg zur Freund-/ Feind-Erkennung der Flugzeuge zurückgegriffen.

Mit der Einführung von elektronischen Warensicherungssystemen zur Verhinderung von Diebstähle hielt die RFID-Technologie ihren Einzug in den nicht-militärischen Bereich. Es handelte sich um so genannte 1-Bit Transponder. Mittels dieser Art von RFID-Tag ist es möglich, die zwei Zustände 0 und 1 bzw. vorhanden und nicht vorhanden abzubilden. Die Systeme basieren auf Mikrowellentechnik oder Induktion.

Seit den 1970er sind immer wieder technische Neuerungen in dieser Technologie errungen worden. So wurden RFID-Tags entwickelt, die größere und damit differenziertere Datenmengen speichern konnten. Zudem kamen RFID-Tags auf den Markt, deren Datenbestände gelöscht oder verändert werden konnten. Des Weiteren wurden die Chips kleiner und sind heute sogar als Aufkleber erhältlich. Unter anderem dadurch vergrößerte sich das Anwendungsspektrum dieser Technologie immer weiter. Heute wird in den verschiedensten Bereichen RFID-Technik verwendet - so z.B. bei der Kennzeichnung von Tieren, dem Einsatz in der Automatisierung, der Zugangskontrolle, dem bargeldlosen Zahlungsverkehr und der Behälter- und Fahrzeugidentifikation.

Ähnlich dem EAN-Code bei der Barcode-Technologie wurden verschiedene Normierungen für die RFID-Technik entwickelt. Das Gegenstück zum EAN-Code stellt hierbei der EPC (Electric Product Code) dar. Dieser soll eine produkt-genaue Nummerierung gewährleisten.

"In der Zukunft wird alles, was Wert hat, vernetzt sein." Auch wenn dies in Gänze noch lange eine Vision beleiben wird, skizziert John Flower (CTO SUN Microsystems) mit diesen Worten äußerst zutreffend eine Entwicklung, die unlängst begonnen hat. Mit dem sinkenden Preis für die Tags wird ein Einsatz in immer mehr Bereichen attraktiv und trifft der Wortlaut „alles, was Wert hat“ auf immer mehr Produkte und Gegenstände zu. Feldversuche von Walmart und der Metro AG weisen schon heute in Richtung eines gläsernen Warenhauses. In einem derartigen Warenhaus soll es u.a. möglich sein, den Weg von Waren nachvollziehen, Bestellvorgänge automatisieren, Kunden mittels Minicomputer führen, Kundenwege aufzeichnen und einen Abkassieren ohne Kassiererin realisieren zu können. An diesem Beispiel zeigt sich auch, dass die Zukunft dieser Technologie nicht allein bei der Identifizierung eines Gegenstandes liegt, sondern auch in der Informationsgewinnung eine bedeutende Stellung haben wird.